Tages-Anzeiger – Donnerstag, 18 Dezember 2008
SPORT
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barcelona
Auf der Ehrenrunde nach seinem 57. Sixjours-Sieg: Risi (rechts) mit Stam.
BILD RETO OESCHGER
Krimi gegen Real:
Barcelona siegt wieder
Der FC Barcelona hat seinen Erfolgslauf in der Primera Division fortgesetzt und siegt auch im klassischen Krimi gegen den Erzfeid Real Madrid — Von Benjamin Muschg
Barcelona (RPO). Der FC Barcelona hat seinen Er- folgslauf in der Primera Divison fortgesetzt und auch Real Madrid in einem echten Fußball-Krimi bezwungen. Damit konnte “Barca” seinen Erzriva- len im Kampf um die spanische Fußball-Meister- schaft wohl endgültig abhängen.
Die Katalanen gewannen dank späten Treffern der Offensiv-Stars Samuel Eto’o (83.) und Lio- nel Messi (90.+2) im “Clasico” am 15. Spieltag der Primera Division mit 2:0 (0:0). Am Ende behielt Bernd Schuster recht. Real Madrid könne wohl unmöglich beim FC Barcelona gewinnen, hatte der deutsche Trainer behauptet und damit seine Entlassung quasi selbst bei den Königlichen einge- leitet.
Real Madrids neuer Coach: Juande Ramos
Doch spätestens nach dem verdienten 2:0 (0:0) der Katalanen im «Clasico» gegen den Titelverteidiger ist die Wachablösung im spanischen Fußball auch beim letzten Zweifler angekommen. «Der Tabel- lenführer sagt Adios zu Real», schrieb die Zeitung die Wachablösung im spanischen Fußball auch beim letzten Zweifler angekommen.
El Mundo Deportivo angesichts der 12-Punkte- mit der Leistung bei seinem Ligadebüt als Real- Differenz zwischen den Erzrivalen und giftete ge- gen die Defensiv-Taktik von Schuster-Nachfolger Juande Ramos im Schlagerspiel im Estadio Nou Camp am Samstag: «Die feige Strategie von Ramos fiel dank der Genialität der blau-roten Weltstars wie ein Kartenhaus zusammen.»
Die Stürmer Samuel Eto’o (83.) und Lionel Messi (90.+2) sorgten vor knapp 100.000 Zuschauern im Nou Camp mit ihren späten Treffern für den ersten Barca-Sieg über die Madrilenen seit drei Jahren und für eine späte Genugtuung für die De- mütigung der vergangenen Saison.
Schuster verzweifelt an der Seitenlinie
Die Katalanen mussten im Mai zunächst tradi- tionsgemäß Spalier für den Meister stehen und holten sich anschließend eine 1:4-Klatsche ab. Nun stehen die Vorzeichen umgekehrt, auch wenn der neue Real-Trainer den Titelkampf noch nicht aufgegeben hat.
«Barcelona spielt bislang auf einem sehr hohen Level. Aber die Saison ist noch lang», sagte der frühere Erfolgscoach des FC Sevilla. Ramos war Coach nicht unzufrieden: «Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Barcelona hat dominiert, aber wir hatten die klareren Chancen.» Auch Stürmer- Star Raul warnte den Spitzenreiter: «Wir geben nicht auf. Wir werden diese Niederlage verdauen und daraus lernen.»
Die NHL in Herisau: Alles sehen, nichts sagen
An der U-20-WM suchen Spieler von gestern nach den Stars von morgen. Einer dieser Scouts ist Nash- villes Martin Bakula, der Roman Josi beobachtet. — Von Philipp Muschg
Kent Nilsson, Peter Ihnacak und Ville Sirén haben einiges gemeinsam. Alledrei wurden einst von NHL-Klubs gedraftet, alle drei haben erfolgreiche Karrieren hinter sich, alle drei waren in den 1990er- Jahren in der Nationalliga A engagiert. Eine weitere Gemeinsam- keit hat sie nun zurück in die Schweiz geführt: Alle drei sind heute als Scouts tätig und beobachten für ihre Arbeitge- ber aus Edmonton, Toronto und St. Lou- is die nächste Generation europäischer Eishockeyspieler. Insgesamt 24 solche Talentspäher sind in Herisau akkrediti- ert und prüfen, ob sich die von ihrem Verein ausgewählten Junioren gut ent- wickeln oder ob vielleicht ein interes- santer Spieler bisher unentdeckt blieb. Ich bin hierhergekommen, um Ro- man Josi zu sehen, ihm kurz Hallo zu sagen und letzte Zweifel bezüglich ver- gangener Einschätzungen zu beseiti- gen», fasst Nashville-Scout Martin Ba- kula seine Motive für die Reise in die Ostschweiz zusammen.Neue Talente würden bei U-20-Turnie- ren dagegen kaum auf der Bildfläche er- scheinen, es gehe in erster Linie darum, sich ein abschliessendes Bild des aktu- ellen Jahrgangs zu machen. Wie Nils- son und Co. hat auch Bakula eine Ver-Bakulas Glück war, dass er perfekt Englisch spricht und es sich finanziell leisten konnte, schon als Teilzeitcoach ein volles Pensum zu leisten. So kam er schon damals auf die 35 000 Autoki- lometer pro Jahr, die heute sein Alltag sind. Bald wurde er zu einem von drei vollamtlichen Europa-Scouts der Pred- ators. Er besucht rund 210 Spiele pro Jahr – manche zur Beseitigung letzter minimaler Zweifel. Bakulas Glück war, dass er perfekt Englisch spricht und es sich finanziell leisten konnte, schon als Teilzeitcoach ein volles Pensum zu leisten. So kam er schon damals auf die 35 000 Autoki- lometer pro Jahr, die heute sein Alltag sind. Bald wurde er zu einem von drei vollamtlichen Europa-Scouts der Pred- ators. Er besucht rund 210 Spiele pro Jahr – manche zur Beseitigung letzter.
Neue Gesichter, altes Resultat

Zehntausende strömten gestern Abend aus der Hamburger S-Bahn-Station Stellingen, um das grosse Spiel zu seh- en. Das grosse Spiel, das war die mit über 15’500 Zuschauern ausverkaufte Uefa-Cup-Partie zwischen dem Ham- burger SV und Aston Villa in der HSH Nordbank Arena. Nur rund jeder Zehnte aus der Menschenmasse zweig- te in die ColorLine Arena ab, in der das Deutsche Eishockey-Nationalteam ge- gen die Schweiz testete. Das Resultat war dabei dasselbe wie in den vorange- gangenen drei Begegnungen.
ein Schweizer Sieg mit dem minimalen Torvorsprung, diesmal lautete es 2:1 nach Verlängerung. Das Team von Ralph Krueger dominierte. Nur rund jeder Zehnte aus der Menschenmasse zweig- te in die ColorLine Arena ab, in der das Deutsche Eishockey-Nationalteam ge- gen die Schweiz testete. Das Resultat war dabei dasselbe wie in den vorange- gangenen drei Begegnungen.(phm.)